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Freitag, 8. Februar 2013

Besuch in der Bücherhalle

Mit großer Begeisterung gehen die älteren Kinder in die Bücherhalle. Passend zum Märchenthema haben sie dort Märchenbücher sorgfältig ausgesucht, angelesen und für die ganze Gruppe in den Kinderhafen getragen.










Donnerstag, 7. Februar 2013

Rapunzel


Es war einmal ein Ehepaar, das sich schon lange Zeit nach einem Kind sehnte. Aus ihrem Haus konnten die beiden auf einen großen Garten blicken, der mit den schönsten und buntesten Blumen gesegnet war. Allerdings gehörte er einer gefürchteten Zauberin, die um ihn herum eine dicke Mauer gezogen hatte.
Eines Tages erspähte die Frau in dem Garten ein Beet mit frischen Rapunzeln. Sie bekam große Lust, von dem herrlichen Gewächs zu essen. Aufgrund des Wissens, nicht an die Rapunzeln heranzukommen, fühlte sie sich zunehmend elendig. "So gerne würde ich von ihnen kosten. Es möchte meinen Tod bedeuten, sollte ich nie von ihnen essen können", sprach sie zu ihrem Mann. Er wollte seine Frau nicht sterben lassen, kletterte in der Nacht über die Mauer und brachte seiner Frau einige der Pflanzen. Diese bereitete sofort einen Salat zu, den sie verschlang.
Allerdings wurde ihre Lust auf die Rapunzeln immer größer, so dass ihr Gemahl erneut über die Mauer kletterte. "Was erlaubst du dir, auf meinem Grundstück herum zu trampeln?", hörte er eine Stimme. Die erboste Zauberin stand vor ihm. Der Mann sprach zitternd: "Ich wollte kein Dieb sein, aber meine Frau war so gierig auf die köstlichen Rapunzeln, dass ich sie ihr einfach bringen musste." "Nun, dann sei es so", sprach die Zauberin und fügte an: "Du kannst dir so viele Rapunzeln nehmen, wie du willst. Zum Tausche jedoch gehört das erste Kind aus eurer Ehe mir." Der Mann bejahte den Tausch und nur wenige Woche später war seine Frau mit einem Mädchen schwanger.
Sogleich als das Kind geboren war, kam die Zauberin und holte sich, was ihr der Mann versprochen hatte. Sie nannte das Mädchen, das wunderschön war, Rapunzel. Im Alter von zwölf Jahren sperrte die Zauberin Rapunzel in einem treppenlosen Turm, der nur oben ein schmales Fenster hatte. Um in den Turm gelangen zu können, rief die Zauberin jedes Mal: "Rapunzel, Rapunzel! Lasse mir dein Haar hinab." Rapunzel hielt dann ihre langen Haare aus dem Fenster, so dass die Zauberin hinaufsteigen konnte.


Einige Jahre später ritt der Sohn des Königs an dem Turm vorbei und hörte die zarte Stimme der singenden Rapunzel. Da er nicht in den Turm einkehren konnte, ritt er nach Hause, doch die Erinnerung an die Stimme ließ ihm keine Ruhe. So ritt er immer wieder zu dem Turm, hörte eines Tages die Zauberin ihren Spruch rufen und beobachtete, wie sie hinaufkletterte. Er wartete, bis sie wieder verschwunden war und rief in der Dämmerung ebenfalls den Spruch. So fielen auch für den Königssohn die prächtigen Locken hinunter und er stieg hinauf. Rapunzel war schnell von der Schönheit des jungen Mannes beeindruckt. Sie entschied, mit ihm gehen zu wollen, doch konnte nicht hinabsteigen. Also bat sie ihn, ihr bei jedem Besuch ein Stückchen Seide mitzubringen, aus der sie eine Leiter flechten könne.
Eines Tages jedoch erzählte Rapunzel der Zauberin im Eifer von dem Königssohn. Voller Zorn schnitt sie ihr die Haare ab und brachte das Mädchen in eine noch verlassenere Gegend. Als der Königssohn in der nächsten Nacht seinen Spruch rief, war es die Zauberin, die Rapunzels Haare hinab ließ. Oben angekommen bemerkte er den Schwindel, sprang aus dem Turm und landete in einem spitzen Dornenbusch, der ihm das Augenlicht nahm. So irrte er lange Zeit umher, ernährte sich nur von dem, was er am Wegesrand fand und trauerte um seine geliebte Rapunzel. Irgendwann jedoch, nach langer Zeit und viel Kummer kam er in die Gegend, in der Rapunzel ärmlich lebte. Als das schöne Mädchen ihren Liebsten sah, weinte sie so sehr vor Wiedersehensfreude, dass ihre Tränen die Augen des Königssohns trafen, der daraufhin wieder sehen konnte. Er führte sie in sein Königreich, wo sie lange und voller Glück lebten.


 Text von http://maerchen.woxikon.de



Dienstag, 5. Februar 2013

Faschingsvorbereitungen

In allen Gruppen wird für unsere Faschingsparties gebastelt, die natürlich auch unter dem Motto Märchen stattfinden. Heute sind alle Prinzen und Prinzessinnen :-)



Montag, 4. Februar 2013

Frau Holle


Pille, Palle, Polle
(3 mal Klatschen)
im Himmel wohnt Frau Holle
(mit den Daumen zum Himmel zeigen)
Die schüttelt ihre Betten aus
(mit den Händen schütteln)
Da fallen viele Flöckchen raus.
(die Finger rieseln lassen)

Ticke, Tacke, Tocke
(3 mal Klatschen)
Da kommt ‘ne Riesenflocke
(mit beiden Händen einen großen Kreis formen)
Die setzt sich auf den Gartenzaun
(Hände ineinander legen)
Und will sich dort ein Häuschen baun.
(Dach mit den Händen formen)



Freitag, 1. Februar 2013

Die Prinzessin auf der Erbse

Auch ein Andersen Märchen hat sich in unser Bücherregal geschlichen:



Die stimmungsvollen Grafiken von Maja Dusikova (hat auch unsere Rapunzel und Dornröschen Bücher illustriert) haben uns verleitet, auch dieses Buch anzuschaffen. Und eine "Prinzessin auf der Erbse" ist jedes Kind hin und wieder :-)



Mittwoch, 30. Januar 2013

Rapunzel

Aus unserem Bücherregal:


Dieses Buch gibt es momentan leider nur als kleine Ausgabe auf dem Markt. Der Text ist sehr dicht am Original und die Bilder von Maja Dusikova sind wirklich farblich und stimmungsvoll passend...

Das es so klein ist, stört die Kinder aber nicht :-)



Montag, 28. Januar 2013

Schneewittchen

Aus unserem Bücherregal:
Ein wunderschönes Schneewittchenbuch ist im Nord-Süd Verlag erschienen. Die ansprechenden Zeichnungen faszinieren die Kinder immer wieder aufs Neue.
"Quentin Gréban lebt in Brüssel und gilt als eine der vielversprechendsten Entdeckungen unter den aufgehenden Sternen am Illustratorenhimmel. Gerade einmal 24 Jahre jung, hat er bereits mehrere Auszeichnungen erhalten - darunter den "Prix St. Exupery" - und eine stattliche Anzahl Bücher in verschiedenen Ländern veröffentlicht." (Amazon Kurzbeschreibung)

 

Sonntag, 27. Januar 2013

Es war einmal

Deutsche Märchen faszinieren Kinder und Erwachsene mittlerweile seit vielen Jahrhunderten. Seit die Erziehung der Kinder gesellschaftlich mehr in den Fokus getreten ist, werden sie aber auch immer wieder kritisch hinterfragt:
Sind die Themen nicht zu schwierig? Die Märchen zu grausam, sogar sexistisch? Könnten die Kinder Angst bekommen?

Kinder erleben Märchen anders als Erwachsene. Für sie zeigt das Märchen auf, dass es eine Lösung für Probleme gibt, dass man nicht groß und stark sein muss, um eine schwierige Situation zu überstehen.

Märchen sind einfach strukturiert: Es gibt gut und böse, jede Märchenfigur hat eine feste Rolle. Helden sind häufig die Kleinen: das jüngste Kind (oder Geißlein), der arme Bauernjunge, der Sohn des Müllers, der einen Kater! erbt, statt wie seine Brüder Geld und Mühle.
Am Ende ist in Grimms Märchen alles wieder gut - das Gute hat gesiegt, das Böse wird bestraft.
Märchen machen Mut und Spaß, motivieren zum Nacherzählen und  Nachspielen und bieten viel Raum für kindliches Philosophieren.
Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir für die Emotionen der Kinder übernehmen, und entwickeln die Thematik "Märchen" in kindgerechter Geschwindigkeit.
Die Kinder stöbern in den Geschichten, wir nehmen uns viel Zeit zum Vorlesen und verwandeln den Kinderhafen täglich ein Stück mehr in eine märchenhafte Kulisse.
Die Kinder des Oberdecks in der Sierichstraße haben an einem großen Gemeinschaftsbild gebastelt:
Es trafen sich das Rumpelstilzchen, die Prinzessin, der Froschkönig und einige mehr.
Die Kinder in der Oberstraße haben am letzten Mittwoch an einer Märchenrallye teilgenommen, dazu in den nächsten Tagen mehr.
Wir sind gespannt, wie unsere Geschichte weitergeht...



Falls Ihr gern mehr über Märchen und ihre Wirkung auf Kinder erfahren möchtet, können wir Euch dieses Buch empfehlen: Praxisbuch Märchen: Verstehen-Deuten-Umsetzen.

"Ein kompetentes Grundlagenwerk
- Mit zahlreichen Beispielen aus der langjährigen praktischen Erfahrung einer Märchenerzählerin
- Für Eltern, ErzieherInnen, PädagogInnen und PsychologInnen

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute... Wer hat nicht mit Hänsel und Gretel gelitten, als die böse Hexe sie fressen wollte? Oder Angst vorm bösen Wolf gehabt? Von den einen heiß geliebt, von den anderen als unpädagogisch verteufelt, stellt sich die Frage, wie zeitgemäß Rapunzel und das tapfere Schneiderlein heute noch sind.
Die ausgebildete Märchenerzählerin Linde Knoch lebt für die Märchen. Sie zeigt uns, was Märchen sind und wie sie unser Leben bereichern können – vom Kindes- bis zum Greisenalter. Welches Märchen in welchem Alter richtig ist, belegt sie anhand zahlreicher Beispiele und Erläuterungen. Die Entschlüsselung der Symbol- und Bildsprache ist ebenso ein Thema wie die viel zitierte Grausamkeit oder das Aufspüren religiöser Dimensionen. Das Fazit der Autorin: Märchen sind in all ihrer Rätselhaftigkeit die wahren und weisesten Wegweiser." (Amazon Kurzbeschreibung)



Donnerstag, 10. Januar 2013

Welche Märchen kennst Du?

Bevor wir uns ins Märchen-Thema gestürzt haben, wurde erst einmal abgefragt, welche Märchen die Kinder kennen. Hier die Ergebnisse aus der Sierichstraße:





Genannt wurden: Dornröschen (als sie geheiratet haben), Arielle, Rapunzel (wegen der langen Haare), Feuerwehr, Prinzessin, O Tannenbaum (weil Mama das immer liest), König, Theater ohne Wolf, Oh wie schön ist Panama, Hänsel und Gretel, weil sie unheimlich sind, Kleine Ziege und Räuber...

Dornröschen ist eins der Märchen, die den Kindern immer sofort in den Sinn kommen. Das liegt sicher auch am heiß geliebten Dornröschen Lied, das für alle Erwachsenen unendlich lang zu sein scheint :-)


Mittwoch, 9. Januar 2013

Märchen

Seit den Weihnachtstagen stehen in allen Gruppen wieder Märchen hoch im Kurs. Märchen begleiten uns durch die Winterzeit und stehen auch im Mittelpunkt unserer Faschingsparties.
Ob Märchen etwas für Kinder sind, wird ja momentan und immer mal wieder :-) heiß diskutiert. In den nächsten Tagen liefern wir Euch dazu auch ein paar Hintergrundinformationen.
Alle Gruppen haben viele neue Märchenbücher bekommen, an Literatur dazu gibt es ein unglaubliches Spektrum. Ein paar davon  möchten wir Euch hier auch vorstellen. Heute ganz schnell ein Buch, dass von Klein und Groß sofort ins Herz geschlossen wurde:

Mein Märchen-Wimmelbuch von Melanie Brockamp






Auf jeder Seite gibt es unzählige Geschichten zu entdecken, die Kinder sind begeistert, wenn sie bekannte Figuren entdecken  und stellen viele Fragen, wenn sie das Märchen noch nicht zuordnen können.
Für Wimmelbücher brauchen die Kinder eigentlich keine Hilfe der Großen, sie können sie allein oder mit Freunden gemeinsam ansehen und ihre eigenen Geschichten dazu erzählen. Dabei entstehen ganz neue "Märchen" :-)
Auf jeden Fall regt das Buch zum Erzählen und Diskutieren an - wir haben viel Spaß damit...