Konzept


Liebe Leser,

auf dieser Seite möchten wir Euch das Konzept und die Arbeitsweise des Hamburger Kinderhafens näherbringen.

Über Kindergartenarbeit könnte man Bücher schreiben und viele Details und Ansätze weit ausführlicher erklären, als wir das hier getan haben und tun wollten.
Das vorliegende Konzept ist aus unserer Arbeit heraus gewachsen, viele ursprünglich für wichtig gehaltene Elemente haben wir in den letzten sieben Jahren revidiert, Anderes hat an Bedeutung gewonnen.

Unsere Grundlage ist aber (nach wie vor) folgende:

Im Kinderhafen unterstützen wir Kinder (und dadurch natürlich auch deren Eltern) bei den ersten eigenen Schritten in ihr Leben außerhalb des geschützten Familienumfeldes.
Wenn die Kinder den Kinderhafen Richtung Schule verlassen, wünschen wir uns für sie, dass sie den Mut haben, dort zu sagen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.
Das klingt einfach, beinhaltet aber all das, was ein Kind im Kindergarten lernen muss.

In erster Linie Selbstvertrauen (ich wage es, mich zu melden), Frustrationstoleranz (ich kann damit leben, etwas nicht zu verstehen – es liegt nicht unbedingt an mir) und Kommunikationsfähigkeit (wie sag ich es?).
Darüber hinaus sollen *unsere* Kinder lernen, Freunde zu finden, sich in einer Gruppe orientieren zu können und mit Herausforderungen umzugehen. Kommen dann noch Höflichkeit und Reflexionsfähigkeit hinzu ist der Schritt in die Schule gar nicht mehr so schwer.

Das klingt für Euch sicher noch sehr weit weg, die Grundlagen werden aber schon im Krippenalter angelegt.
Allerdings wird ein Kind erst dann lernen und sich entwickeln, wenn das Umfeld stabil und sicher ist, ein trockener Po entspanntes Spielen möglich macht und Grundbedürfnisse wie Hunger und Durst selbstverständlich regelmäßig gestillt werden.

Unsere Aufgabe sehen wir deshalb in erster Linie in der Schaffung einer entwicklungs-fördernden Atmosphäre und im zweiten Schritt in der Hilfestellung zur Entfaltung aller oben erwähnten Fähigkeiten.

Bei Schnupperterminen im Haus hören wir häufig: „Die Kinder spielen so entspannt, das sieht ja gemütlich aus!“
Das ist für uns ein großes Lob – aber dahinter steckt die eigentliche Krippenarbeit!
Die Grundlage für dieses entspannte Spielen liegt in ganz viel Vertrauen der Kinder, das von uns Großen mit viel Sorgfalt aufgebaut wird...

Fragen zum Ansatz und zu den Strukturen beantworten wir gern persönlich, sprecht uns einfach an. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit im Sinne der Kinder.



Hanne & Claudia Schmidt
Und das Kinderhafen Team


Wir stellen uns vor:

HAMBURGER KINDERHAFEN

 
Mit dem „Hamburger Kinderhafen“ ist im August 2004 in Hamburg eine flexible Betreuungseinrichtung für Kinder von 0 – 6 Jahren entstanden.
Das Konzept des Kinderhafens ist am Bedarf der berufstätigen Eltern in einer Großstadt wie Hamburg orientiert.

In der aktuellen Situation  auf dem Arbeitsmarkt wird immer häufiger Flexibilität über die gängigen Arbeitszeiten hinaus und auch am Wochenende vorausgesetzt. Nur wenige Berufstätige können ihre Arbeitszeiten selbst wählen, Selbständige und Mitarbeiter in Führungspositionen sind je nach Auftragslage gebunden.

In vielen Berufsgruppen ist für Frauen der Wiedereinstieg nahezu unmöglich, wenn Sie längere Zeit mit ihrem Kind zu Hause bleiben.
Hinzu kommt, dass in vielen Familien ein Gehalt nicht mehr ausreicht um den finanziellen Bedarf zu decken. Das hat zur Folge, dass viele Mütter schon nach kurzer Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen müssen.

Unser Angebot richtet sich an Familien, die

-    auf Grund ihrer beruflichen Situation auf ein flexibles Betreuungskonzept für ihre Kinder angewiesen sind
-   zusätzlich zu bereits vorhandenen Betreuungsangeboten wie Kindergarten, Schule oder Tagesmütter ergänzende Angebote in Anspruch nehmen möchten
-         in einer Notsituation kurzfristig Unterbringung für ihr Kind benötigen
-         nur vorübergehend in Hamburg leben

und an Firmen, die

-   situationsbedingt für ihre Mitarbeiter die Kinderbetreuung regeln (wie z.B. die Polizei Hamburg)
-         ihre Mitarbeiter grundsätzlich mit einer adäquaten Kinderbetreuung unterstützen möchten

Zum Kinderhafen gehören mittlerweile 4 Standorte und etwa 45 MitarbeiterInnen.

 
Was ist uns für die Kinder wichtig?

An allererster Stelle sollen sich die Kinder bei uns im Kinderhafen sicher und geborgen fühlen.
Sie sollen in einer kontinuierlich freundlichen und liebevollen Atmosphäre spielen, Fähigkeiten entwickeln und  Freunde finden.
Die Erzieherinnen im Kinderhafen sorgen für eine anregende Gruppenatmosphäre, haben jederzeit ein offenes Ohr für die Kinder und achten auch auf kleine Details, die zum Wohlfühlen beitragen.
Dabei orientieren wir uns an den Grundbedürfnissen der Kinder.
Das bedeutet, dass wir neben der Verantwortung für die seelische Geborgenheit der Kinder auch für eine ausgewogene Ernährung und ein angenehmes Körpergefühl sorgen.

Gerade bei Kindern, die sich selbst noch nicht mitteilen können, ist es wichtig, dass beispielsweise auf eine der Temperatur angemessene Kleidung und Sauberkeit (Windeln, Umziehen nach dem Essen…) geachtet wird, um ein *Rundum-Wohlfühlen* der Kinder zu ermöglichen.

Was ist uns für die Eltern wichtig?

Wir sind uns bewusst, dass Eltern uns mit ihrem Kind das Kostbarste anvertrauen, was sie besitzen.
Dieses Vertrauen erfüllen wir durch eine absolut aufmerksame Betreuung eines jeden Kindes. Das Kind nimmt im frühen Krippenalter die Übergabe in eine Gruppensituation über die Wahrnehmung der Eltern auf. Haben die Eltern Vertrauen, fühlt sich auch das Kind geborgen. Für die Eingewöhnung nehmen sich sowohl Eltern als auch Team viel Zeit und besprechen Unsicherheiten, sobald sie auftreten.
Im Kinderhafen arbeiten wir eng mit den Eltern zusammen. Ein freundlicher, vertrauensvoller Umgang ist die Basis für diese Beziehung. Spannungen zwischen Eltern und Team müssen schnell angesprochen und geklärt werden, um das Kind nicht in eine Situation zu bringen, in der es sich für eine Seite entscheiden muss.

Unser pädagogischer Ansatz

Das Kinderhafen-Team hat sich keiner speziellen pädagogischen Strömung verschrieben. Aus vielen guten Ansätzen ziehen wir die für unsere Arbeit wichtigen Anteile und ermöglichen den Kindern ein möglichst weites Spektrum an Erfahrungen.

Wir bieten den Kindern altersentsprechende Möglichkeiten, sich in ihren Fähigkeiten zu üben.

Im Krippenalter liegen unsere Schwerpunkte auf der motorischen, der sprachlichen und der rhythmischen Entwicklung. Die Kinder können durch eigenes Ausprobieren ihrer körperlichen Fähigkeiten ohne Zeitdruck Selbstvertrauen entwickeln.
Die motorische Entwicklung fördern wir durch ein reichhaltiges Bewegungsangebot. Basis hierfür ist, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen. Soweit das Wetter es zulässt, sind wir täglich draussen. Hier benötigen wir besonders die Unterstützung der Eltern – je besser die „Outdoor-Ausstattung“ der Kinder, umso mehr Zeit können wir im Freien verbringen. Wir arbeiten in unseren Räumen unter anderem gern und viel mit dem Bewegungsmaterial nach Hengstenberg, verschiedenen variablen Holzbauteilen.
Die sprachliche und die rhythmische Entwicklung unterstützen wir durch viele (Bewegungs-)Lieder, Fingerspiele, Tischsprüche und Reime. Wir ermutigen die Kinder sich mitzuteilen, auch wenn es noch nicht *perfekt* klingt. Wir sind stolze „Strolcherei“ der Hamburger Klangstrolche, jeder Standort hat ausgebildete Klangstrolch-lehrer.
Einer unserer Mitarbeiter ist englischsprachig und besucht jede Gruppe einmal wöchentlich. Es geht uns nicht darum, dass die Kinder Englisch sprechen – sie sollen sich aber bereits früh an den Klang und das Vokabular gewöhnen, da wir davon ausgehen, dass das Beherrschen von Sprachen im späteren Schul- und Berufsleben eine immer größer werdende Bedeutung erlangt.
In dieser sehr frühen Phase der kindlichen Entwicklung lernen die Kinder so schnell, wie später nie wieder in ihrem Leben. Sie sind mit großem Spaß dabei und empfinden das Lernen als großes Abenteuer. Wir wünschen uns, dass ihnen diese Abenteuerlust erhalten bleibt.

Wir verzichten auf ein „zu intensives“ Fremdsprachprogramm, da ca. 80% unserer Kinder mindestens zweisprachig aufwachsen und wir sie nicht überfordern wollen.
Grundsätzlich sehen wir - bedingt durch den frühen Krippenstart (die meisten Kinder starten zwischen 6 und 12 Monaten) – ein sehr frühes breites Entwicklungsspektrum in der motorischen und sprachlichen Entwicklung.
Genau wie die Entwicklung des einzelnen Kindes fördern wir die Entwicklung und den Zusammenhalt der Gruppe. Die Kinder haben Freude an gemeinsamen Aktivitäten, pflegen erste Freundschaften und finden über Interaktionen ihren Platz in der Gruppe.
Hierbei ist es uns unter anderem ein Anliegen, den Kindern erste gesellschaftliche Umgangsformen zu vermitteln. *Bitte* und *Danke* sagen die Kinder mit großer Selbstverständlichkeit wenn die Erwachsenen es ihnen vorleben und sie zur Nachahmung ermutigen.
Viele Kinder wechseln bereits mit knapp 2 Jahren in die Familiengruppe. Wenn ein Kind aber die geschützte Krippenatmosphäre noch länger benötigt, ist der Wechsel auch bis zum Alter von 3 ¼ Jahren möglich. 


Im Elementaralter erweitern wir das Angebotsspektrum auf der Basis der bereits erworbenen Fähigkeiten. Die Kinder haben jetzt bereits eine gute Grundlage, auf der sie aufbauen können. Grundsätzlich versuchen wir das Interesse der Kinder zu wecken und jedes Kind nach seinen Fähigkeiten und Interessen zu fördern.
Wir orientieren uns an den Hamburger Bildungsempfehlungen die hier allen Eltern zum Download zur Verfügung stehen.
 
Jedes Kind nimmt regelmäßig sowohl an gestalterischen, musikalischen als auch an Bewegungsangeboten teil. Die Vertiefung dieser Angebote ist den Kindern freigestellt – kein  Kind muss alles perfekt beherrschen J
Im Kinderhafen erleben wir mit den Kindern bewusst den Wechsel der Jahreszeiten. Durch viel Erleben in der Natur eignen sich die Kinder mit unserer Unterstützung wichtige Kenntnisse über die Natur und ihre Umwelt an. Die kulturelle Vielfalt unserer Gruppen nutzen wir intensiv.
Wir feiern die skandinavischen Feste wie das Luciafest und Mittsommer genau so gern, wie das irisch/ amerikanische Halloween. Auch Liedgut und kulinarische Besonderheiten der Herkunftsländer der Kinder werden in die Angebotsgestaltung eingebunden.
Die Elementarkinder gehen einmal wöchentlich zum Turnen. In der Turnhalle des Hauses der Jugend am Lattenkamp, können sie bei jedem Wetter ihren Bewegungsdrang ausleben und die motorischen Fähigkeiten verfeinern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Verkehrserziehung. In einer Großstadt bieten sich  Kindern vielfältige Möglichkeiten, es gibt aber auch viele  Gefahren. Altersentsprechend planen wir Ausflüge mit kleinen Kindergruppen und entdecken das nähere Umfeld. Die Verkehrserzieher der Polizei besuchen uns regelmäßig und unterstützen die Einweisung in den Straßenverkehr.
 
Jeden Sommer startet das sogenannte 5+ Projekt für Kinder, die bereits 5 Jahre alt sind, beziehungsweise im laufenden Jahr 5 werden. Für die meisten Kinder findet dieses Projekt also im Jahr vor der Einschulung statt.
Wir nennen es bewusst nicht Vorschule, um den Kindern nicht zu früh ein Versprechen auf Einschulung zu machen. Wann die Kinder in die Schule wechseln, entscheidet sich häufig erst im Laufe des Jahres. Grundsätzlich wirbt der Kinderhafen für eine späte Einschulung der Kinder. Auch wenn die Kinder intellektuell mit fünf häufig schon schulreif sind, ist die Konzentrationsfähigkeit meist noch nicht so ausgeprägt. Die Einschätzung jedes einzelnen Kindes wird mit den Eltern rechtzeitig besprochen.
Das 5+ Projekt besteht aus zwei Teilen: Lernwerkstatt und Ausflugstage. Bei beiden Angeboten nutzen wir die homogene Altersgruppe. Es ist eine wichtige Schulvorbereitung für jedes Kind, sich unter Gleichaltrigen behaupten zu können. Das genaue Programm dieses Projektes wird in einem gesonderten Konzept dargestellt, das mit den  Eltern besprochen wird, wenn die Kinder aufgenommen werden.

Genau wie die Entwicklung des einzelnen Kindes fördern wir die Entwicklung und den Zusammenhalt der Gruppe. Die Kinder haben Freude an gemeinsamen Aktivitäten, pflegen erste Freundschaften und finden über Interaktionen ihren Platz in der Gruppe.
Hierbei ist es uns unter anderem ein Anliegen, den Kindern erste gesellschaftliche Umgangsformen zu vermitteln. *Bitte* und *Danke* sagen die Kinder mit großer Selbstverständlichkeit wenn die Erwachsenen es ihnen vorleben und sie zur Nachahmung ermutigen.

Wie funktioniert das Kinderhafen-Betreuungssystem?

  1. Das flexible-Kita-Gutschein-System
  2. Die Anzahl der Kinder und Mitarbeiter
  3. Die Öffnungszeiten
  4. Die Elternarbeit
  5. Die Mahlzeiten

1. Das flexible Kita-Gutschein-System/ Absprache der Betreuungszeiten

In Hamburg haben Kinder ab einem Jahr Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Eltern bekommen von der Stadt Hamburg einen Gutschein für ein anteiliges Betreuungsentgelt, das vom Einkommen abhängig ist. Kinder unter einem Jahr erhalten einen Gutschein, wenn beide Eltern berufstätig sind.
Diese Gutscheine können dann in den Einrichtungen eingelöst werden.
Häufig ist das System starr organisiert. Viele Kitas setzen voraus, dass die Kinder täglich die gleiche Stundenzahl in der Gruppe verbringen. Auch an Tagen, an denen die Mütter nicht arbeiten, sollen die Kinder am Kitabetrieb teilnehmen.
Im Kinderhafen entscheiden die Familien selbst, zu welchen Zeiten die Kinder betreut werden. 
Betreuung an Wochenenden und Übernachtungen sind möglich, können aber nicht über den Kitagutschein abgedeckt werden.

Trotzdem ist der Kinderhafen keine „Aufbewahrungslösung“.  Jedes Kind kommt an festen Tagen zu festen Zeiten.

Um die auf den ersten Blick unruhige Situation in der Einrichtung zu entspannen, ist der Tagesablauf stark ritualisiert. Auch Kinder, die nur gelegentlich zu uns kommen, erkennen die Struktur schnell wieder und gewöhnen sich schnell (wieder) ein.
Im Kinderhafen gibt es keine festen Bring- und Abholzeiten. Bis auf einige Ausnahmen können die Kinder jederzeit dazu kommen.
Ausnahmen sind die Frühstückszeit von 09:00 Uhr bis 09:30 Uhr, das Mittagessen von 11:45 Uhr bis 12:15 Uhr und die Schlafenszeit von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr. In den freien Spielzeiten ist ein Integrieren neu dazu gekommener Kinder nicht problematisch, die Essens- und Schlafenszeiten würden jedoch durch einen häufigen Wechsel sehr gestört.
Die Kinder sollen die Mahlzeiten in Ruhe genießen können. In diesen Zeiten ist die Klingel aus. Während der Schlafenszeit wecken wir kein Kind, die Eltern können aber gern schon kommen und einen Moment warten. An der *Schmausepause* am Nachmittag dürfen die Eltern gern teilnehmen.

Grundsätzlich betreuen wir in den Krippengruppen maximal 18 Kinder, in den Familiengruppen maximal 24 Kinder gleichzeitig.
Etwa ein Drittel der Plätze jeder Gruppe werden mit Kindern besetzt, die täglich mit einem hohen Stundenumfang zu uns kommen. So ist eine Grundstruktur gegeben. Die anderen Plätze können je nach Bedarf aufgeteilt werden. Typische Plätze im Kinderhafen setzen sich beispielsweise aus 3x10 Stunden (30h Platz), 2,5 Tage (20h Platz) oder täglich von 11:45 Uhr bis 17:45 Uhr (30h) zusammen. Auch Übernachtungen und Wochenendbetreuungen können regelmäßig vereinbart werden.
Eine 6-Tage-Woche ist nicht möglich.


2. Die Anzahl der Kinder und Mitarbeiter

Große Gruppen gibt es bei uns nicht. Wir betreuen maximal 18 Kinder (Krippe) bzw. 24 Kinder (Familiengruppe) mit mindestens 3 ausgebildeten Mitarbeitern zeitgleich. Dadurch, dass nicht alle Kinder gleichzeitig im Haus sind, werden aber insgesamt mehr Kinder betreut.
Unsere ErzieherInnen arbeiten in festen Teams. In jeder Gruppe arbeiten mindestens 2 Vollzeitmitarbeiterinnen, Spätdienste werden nach Möglichkeit von wenigen wechselnden Mitarbeiterinnen abgedeckt.
Zusätzlich bieten Fachkräfte spezielle Angebote an - wie z.B. Kinderyoga, Tanzpädagogik etc. Alle Angebote sind offen – auch ein Kind, das nur einmalig bei uns ist, kann daran teilnehmen.
Darüber hinaus bieten wir in Zusammenarbeit mit der Eventagentur „Laut +Los“ Kurse an, die Eltern dazukaufen können (Ballett, Instrumente...). Diese Angebote richten sich vor allem an Eltern, deren Kinder sehr viele Stunden im Kinderhafen verbringen, so dass die Wahrnehmung weiterer externer  Angebote aus „logistischen Gründen“ nicht möglich ist. Diese Familien haben Vorrang bei der Platzvergabe der Kurse.
Grundsätzlich gibt es keine Mindestanzahl von Stunden, die ein Kind im Kinderhafen verbringen muss. Viele Kinder verbringen 3 Tage a 10 Stunden im Kinderhafen, es gibt aber beispielsweise auch reine Nachmittagsplätze.
Auch Kinder deren Eltern stundenweise Betreuung benötigen, kann – je nach Kapazität - ein Platz für 8€ pro Stunde zur Verfügung gestellt werden.

Das Team des Kinderhafens bildet sich regelmäßig fort. Supervision findet in 4wöchigem Rhythmus statt. Alle Mitarbeiter bekommen regelmäßig (jährlich) eine Auffrischung ihrer *1. Hilfe am Kind* Ausbildung bei der „Kinderfee“ Tina Tappehorn.
Unterstützt werden wir zusätzlich von Praktikantinnen. Praktikantinnen unterstützen einzelne Kinder und assistieren uns bei der Gruppenarbeit. Wir sind sehr dankbar für zusätzliche helfende Hände, sie sollen aber keine reguläre Arbeitskraft ersetzen.

3. Die Öffnungszeiten

Unsere Öffnungszeiten sind am Bedarf der Eltern orientiert. In der Regel haben wir von 07:30 Uhr bis 19:30 Uhr geöffnet, Betreuungszeiten darüber hinaus sind jederzeit auch kurzfristig möglich.
Angefangen von Einzelstunden bis hin zu Übernachtungen können die Eltern die Betreuungszeit selbst gestalten. Auch an Feiertagen ist eine Betreuung möglich.

Folgende Regeln sind hier zu beachten:

Wir bemühen uns, eine Notfallbetreuung sehr kurzfristig möglich zu machen. Falls die Situation rechtzeitig bekannt ist, können wir natürlich besser planen.
Wir wecken kein bereits schlafendes Kind. Falls sich die Abholzeit auf nach 20:30 Uhr verschiebt, kann das Kind gern im Kinderhafen übernachten. Alternativ kann das Kind von einer unserer Mitarbeiterinnen nach Hause gebracht und ins eigene Bett gelegt werden.
Ist eine Betreuung über mehr als eine Nacht am Stück notwendig, können diese Übernachtungen nicht im Kinderhafen stattfinden. Wir können gern eine Betreuung organisieren, die das Kind ausserhalb der Kita-Zeiten im gewohnten Umfeld oder in ihrer eigenen Familie betreut.
Auch Notfallbetreuung für die angeschlossenen Firmen und Behörden kann sowohl im Kinderhafen als auch im vertrauten Umfeld des Kindes stattfinden.


4. Die Elternarbeit

Viele unserer Eltern sind durch Ihre beruflichen Verpflichtungen auf flexible Betreuung angewiesen. Wir wissen um den zeitlichen Stress, bitten aber trotzdem um die Teilnahme an unseren drei mal im Jahr stattfindenden Elternabenden.
Die Zusammenarbeit ist uns sehr wichtig – auf den Elternabenden stellen wir kurz und prägnant aktuelle Themen und Problematiken vor und versuchen Probleme gemeinsam zu klären.
2x im Jahr findet an einem Samstag ein Familienbrunch statt. Hier stellen wir neue Angebote, Lieder und Projekte vor. In entspannter Atmosphäre besteht die Möglichkeit, sich auszutauschen. Darüber hinaus feiern wir gern und häufig mit den Familien, zB. Fasching, Laterne laufen, Nikolaus, Mittsommer etc.
Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit eines Elterngespräches.
Wir arbeiten eng mit Eltern zusammen und freuen uns über einen konstruktiven Austausch. Die Mitarbeit der Eltern ist grundsätzlich immer willkommen, aber nur in wenigen Punkten Voraussetzung: Durch unseren erhöhten Organisationsaufwand sind wir stark auf das Mitdenken der Eltern angewiesen. So setzen wir z.B. voraus, dass die Kleidung, alle Dosen und Rucksäcke der Kinder mit Namen beschriftet sind. Auch  das Vorhandensein von wettergerechter Kleidung und Wechselkleidung erwarten wir.
Wir freuen uns über wirklich aktive Elternvertreter in allen Gruppen. Sie stehen anderen Eltern jederzeit zur Seite und sind auch bereit, bei Konflikten zu vermitteln. Seit vielen Jahren finden regelmäßige Elternstammtische statt.

5. Die Mahlzeiten

Alle Kinder erhalten im Kinderhafen regelmäßige Mahlzeiten.
Das Mittagessen (vollwertige Kost für Kinder) wird von der Firma Porschke - Essen für Kinder geliefert. Zwischenmahlzeiten und Abendbrot werden im Haus zubereitet. Das Frühstück bringen die Kinder mit, einmal in der Woche bereiten die Familiengruppen ihr Frühstück selbst vor.

Wir gestalten das Essen so abwechslungsreich wie möglich. Die Kinder müssen nicht aufessen, sollen aber grundsätzlich probieren. Beim Essen sitzen wir ca. 15 Minuten gemeinsam am Tisch, danach können Kinder, die schon fertig sind, aufstehen.
Kuchen, Schokolade und andere Leckereien gehören nicht auf den Frühstückstisch. Die erste Mahlzeit des Tages soll den Kindern Energie geben und nicht nehmen.
An Geburtstagen machen wir eine Ausnahme. Jedes Geburtstagskind darf die Gruppe in Maßen mit Kuchen und Keksen versorgen. Erfahrungsgemäß mögen die Kinder aber lieber Salzstangen und Käsewürfel J

6. Kosten

Für Familien, die über das Kitagutschein-System finanziert werden, wird der anteilige Elternbeitrag vom jeweiligen Bezirksamt errechnet und festgelegt. Gutscheinkinder benötigen nur den Gutschein, der die tatsächlich benötigten Stunden abdeckt. Wir rechnen in Wochenstunden. Der Großteil unserer Gutscheinkinder kommt mit einem 20-Stunden bzw. 30-Stunden-Gutschein aus.
Familien, die ihren Platz selbst zahlen, berechnen wir 8€ / Stunde und die Mahlzeiten in der tatsächlichen Höhe. Es besteht die Möglichkeit, einen Festvertrag abzuschließen. Für Geschwisterkinder gibt es Rabatte.

7. Platzvergabe

Wir nehmen Kinder ab 6 Monaten in der Gruppe auf. Wir bieten eine Betreuung für Kinder unter 6 Monaten an – diese Plätze sind sehr begehrt, bitte ganz rechtzeitig anfragen. Hier können wir maximal zwei Kinder betreuen.
Das Interesse an unseren Plätzen ist sehr groß. Da die Warteliste sehr lang ist, haben wir Prioritäten für die Platzvergabe aufgestellt:

  1. Geschwisterkinder
  2. Alleinerziehende Mütter/ Väter mit flexiblem Betreuungsbedarf
  3. Familien mit flexiblem Betreuungsbedarf
  4. Familien mit sehr jungen Kindern (unter einem Jahr) mit hohem Stundenbedarf
  5. andere interessierte Familien nach Interessentenlisten-Reihenfolge

Wir vergeben keine Plätze an Familien mit einem Betreuungsbedarf, der in anderen Einrichtungen abzudecken ist, wenn Familien mit flexiblem Bedarf auf der Interessentenliste stehen.

Ist eine Familie an einem Platz im Kinderhafen interessiert, führen wir immer ein persönliches einzelnes Infogespräch.
Themen sind hier das Kinderhafen-Konzept, die Besichtigung der Räume, der Bedarf der Familie, die Eingewöhnung, der Tagesablauf, der Umgang mit Krankheiten...
Alle Infos gibt es auch noch einmal zum Mitlesen mit nach Hause. Wir bitten alle Eltern noch eine Nacht über die Entscheidung zu schlafen – die Entscheidung für oder gegen eine Kita sollte nicht zu schnell getroffen werden.






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